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Markus Söder: Gedruckte Presse ist systemrelevant für unsere Gesellschaft

Markus Söder (Foto: Bayerische Staatskanzlei, Thomas Lother)Der Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) hat den Medienpreis „Durchblick“ verliehen, in diesem Jahr erstmals im Rahmen einer digital abgehaltenen Veranstaltung. Mit der Auszeichnung werden Autoren und Verlage geehrt, die sich um die redaktionelle Qualität und publizistische Bedeutung sowie die Innovationskraft der Anzeigenblätter verdient machen und damit zum positiven Image der Gattung beitragen. Laudatoren waren der BVDA-Präsident Alexanders Lenders, der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der Geschäftsführer des Recherchenetzwerks CORRECTIV, Simon Kretschmer.

 

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 „Ich stehe zu publizistischen Printerzeugnissen in diesem Land“, erklärte Söder in seiner eingespielten Videobotschaft zur ersten digitalen Verleihung des BVDA-Medienpreises „Durchblick“. Denn gerade in Zeiten von Fakenews und digitalen Blasen sei die gedruckte Presse systemrelevant für unsere Gesellschaft. Deswegen stellte der bayerische Ministerpräsident dem Verband staatliche Unterstützung in Aussicht. „Es ist eine harte Zeit für den Printjournalismus in Deutschland. Da muss der Staat helfen und unterstützen“, versprach Söder.

In seiner Rede betonte der CSU-Chef auch die wichtige Rolle der kostenlosen Wochenblätter. Obwohl die Mediengattung zu Unrecht häufig unterschätzt werde, seien sie aus der Medienvielfalt im Lokalen nicht mehr wegzudenken. „Die Anzeigenblätter leisten einen wichtigen Beitrag zur Meinungsvielfalt in der Region“, so Ministerpräsident Söder.

 

Auch der Geschäftsführer des vielfach ausgezeichneten Recherche-Netzwerks CORRECTIV, Simon Kretschmer, unterstrich dabei die Qualität der journalistischen Arbeit von Wochenblattredaktionen. „Sie bekommen den Durchblick-Preis in vier Kategorien, die heute wichtiger sind denn je“, betonte der CORRECTIV-Chef. Denn der Journalismus befinde sich aktuell in einer „enorm schwierigen Zeit“, die aber auch gleichzeitig viele Chancen biete.

So habe die Kooperation von CORRECTIV mit dem BVDA gezeigt, dass man gemeinsam viel erreichen könne. Denn im Kampf gegen Falschinformationen und für eine aufgeklärte und gut informierte Öffentlichkeit und über die Verbreitung der Faktenchecks hinaus, seien gemeinsame Rechercheprojekte zu relevanten Themen geplant, die das breite lokale Netzwerk der Wochenblattverlage nutzen.

 

Die Siegerin in der Kategorie „Beste journalistische Leistung“ ist Anna Sartorius mit dem Beitrag „Gemeinsam wieder zurück ins Leben“. Auf zwei Sonderseiten berichtet die Redakteurin vom Sauerlandkurier in Lennestadt (Nordrhein-Westfalen) über Trauer bei Kindern und Jugendlichen. Laut Jury-Urteil ist es ihr dabei in beeindruckender Weise gelungen, einfühlsam über ein Tabuthema zu berichten und gleichzeitig einen optimistischen Grundton zu behalten.

In der Kategorie „Leser- und Verbrauchernähe“ geht der erste Preis an die Wochenanzeiger Medien GmbH für die Schwerpunktausgaben zum Thema Nachhaltigkeit „Legen Sie die Säge weg“ und „Mitdenken, Mitmachen“. Unter dem Dach der BVDA-Kampagne „Das geht uns alle an“ hatte der Verlag seine Ausgaben über acht Wochen hinweg unter den Schwerpunkt „Nachhaltigkeit“ gestellt. Für die Jury war dies „Leser- und Verbrauchernähe, wie man sie sich vorstellt: informativ, aber nicht belehrend, mit vielen guten Beispielen und Alltagstipps.“

 

Auch bei der Kategorie „Innovation, die beste Idee des Jahres“ stand das Thema „Nachhaltigkeit“ im Fokus. Der BVDA zeichnete die Saarländische Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH für ihre Kampagne „Nachhaltigkeit - Unternimm was - Saarländische Unternehmen sind mit dabei“ aus. Neben der crossmedialen Kampagnenführung konnte die Jury von der außergewöhnliche Gestaltung und die konsequente Einbindung von Kooperationspartnern sowie Anzeigenkunden überzeugt werden. Diese Leistung verdiene das Prädikat „innovativ“.

In der Kategorie „Beste digitale Aktivität“ ging der erste Preis an die Berliner Wochenblatt Verlag GmbH für ihre Instagram-Kampagne #kiezentdecker @berlinerwoche. Corinna Seide, WWF-Pressechefin und Jurymitglied, brachte die Juryentscheidung auf den Punkt: „Geniale Kampagne: Bunt, jung, cool und zeitgemäß - sehr Berlin! So kann die Generation Y für die Leserschaft der Zukunft gewonnen werden. So geht Leser-Blatt-Bindung 2.0.“

  

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Der heute in Berlin ansässige Verband wurde am 3. Juli 1987 in Bonn gegründet. Dem BVDA gehören deutschlandweit 207 Verlage mit insgesamt 884 Anzeigenblatt-Titeln und einer Wochenauflage von 63,6 Millionen Exemplaren an. Somit repräsentiert der BVDA etwa 75 Prozent der Gesamtauflage der deutschen Anzeigenblätter. Diese werden bundesweit von mehr als 50 Millionen Menschen über 14 Jahren gelesen.

Foto: Markus Söder (Foto: Bayerische Staatskanzlei, Thomas Lother)

 

 

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Tags: Lokaljournalismus, BVDA, Auszeichnung

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