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BVDA: Umfrage belegt eine hohe Akzeptanz von Werbeprospekten

Jörg Eggers (Foto: BVDA Bernd Brundert)Werbeprospekte werden gehasst und geliebt. Oftmals werden sie als „Verstopfung“ des eigenen Briefkastens empfunden. Sie werden aber auch als informativ angesehen, können aus ihnen doch lohnenswerte Sonderangebote des örtlichen Supermarktes entnommen werden. Als gedruckte Beilage im Anzeigenblatt haben Prospekte eine besonders große Chance von den Lesern beachtet zu werden. Dies ergab eine nunmehr vom Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) veröffentlichte Studie des Instituts für Demoskopie (IfD) Allensbach.

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Anzeigenprospekte haben ein negatives Image. Vielfach befinden sich auf Briefkästen Aufkleber mit denen den Prospektverteilern das Einwerfen von Werbung verboten wird. Doch ist diese „Lästigkeit“ tatsächlich in der Breite vorhanden oder finden die Werbebotschaften dennoch eine mehrheitliche Beachtung? Eine Umfrage, die nunmehr vom BVDA präsentiert wurde, gibt erstaunliche Daten preis.

Demnach blättern 96 Prozent der Befragten die Prospekte zumindest gelegentlich durch, jeder Zweite nutzt sie sogar regelmäßig. Das sind die zentralen Ergebnisse der aktuellen Leserakzeptanzstudie des Instituts für Demoskopie (IfD) Allensbach. „Die Studie zeigt, dass das Anzeigenblatt der sicherste Weg für den Prospekt zum potenziellen Kunden ist“, stellt Sebastian Schaeffer, Geschäftsführer und Leiter Markt- und Mediaservice beim Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA), fest.

 

Werbeprospekte haben für lokale Unternehmen eine Schaufensterfunktion. Die Bedeutung des Prospekts als Markenbotschafter wurde daher erst jüngst erneut durch eine Studie des Instituts für Handelsforschung (IfH) Köln mit Media Central bestätigt. Die Leserakzeptanzstudie des IfD im Auftrag des BVDA zeigt darüber hinaus, dass eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung ab 16 Jahre Prospekte akzeptiert oder sogar schätzt. 22 Prozent freuen sich über Prospekte und 47 Prozent haben nichts gegen die kostenlose Werbung im Briefkasten.

In den Prospekten sehen die Menschen eine wichtige Orientierungshilfe im aktuellen Angebot des lokalen Einzelhandels. 55 Prozent finden es interessant, in den Prospekten zu sehen, was es gerade im Sonderangebot gibt. 45 Prozent finden darin immer wieder interessante Produkte, auf die sie sonst nicht gestoßen wären. „Die Schaufensterfunktion und Push-Wirkung des gedruckten Prospekts ist einzigartig und lässt sich durch kein anderes Werbemittel, analog oder digital, ersetzen“, so Schaeffer.

 

Die Bedeutung der Prospekte haben bereits vor Jahren zahlreiche Medienunternehmen für sich entdeckt. Sie bündeln die Angebote des Handels und stellen sie sodann auf Onlineportalen für die Anwohner der jeweiligen Region zusammen. Doch digitale Prospekte sind für die Mehrheit keine Alternative zu der gedruckten Variante.

Konfrontiert mit der hypothetischen Möglichkeit, zwischen Prospekten in gedruckter und digitaler Form wählen zu können, würden sich 60 Prozent für die gedruckte Version entscheiden. Nur eine Minderheit von 14 Prozent würde das digitale Prospekt bevorzugen. Noch deutlicher fällt das Urteil für die Lektüre des gedruckten Anzeigenblattes aus: 65 Prozent der Bevölkerung präferieren klar die Printversion.

 

Die Leserakzeptanzstudie hat außerdem erneut gezeigt, dass kostenlose Wochenzeitungen eine wichtige Rolle für die lokale Information der Menschen spielen. Fast 70 Prozent der über 16-Jährigen lesen mindestens einmal im Monat ihr lokales Anzeigenblatt, jeder Zweite sogar jede Woche. Besonders schätzen die Leser dabei, dass über ehrenamtliches Engagement (45 Prozent) sowie ausführlich über das Geschehen vor Ort (44 Prozent) berichtet wird. 58 Prozent interessieren besonders die enthaltenen Serviceinformationen und 68 Prozent schätzen die Berichterstattung über regionale Veranstaltungen.

Sebastian Schaeffer hebt in diesem Zusammenhang hervor: „Es bleibt dabei: Das gedruckte Anzeigenblatt ist eine unverzichtbare Informationsquelle im Lokalen. Die flächendeckende, kostenlose Zustellung an wöchentlich rund 80 Millionen Haushalte macht es möglich, dass sich die Menschen zu allen lokalen Themen gut informiert fühlen.“

 

Der BVDA-Hauptgeschäftsführer, Jörg Eggers (Foto), sieht dennoch eine Gefahr für die Anzeigenblattverlage und fügt im Zusammenhang mit den veröffentlichten Studienergebnisse hinzu: „Damit das auch in Zukunft so bleibt, muss die Politik jetzt handeln.“ Denn die Mediengattung sei durch die Corona-Pandemie und den Einbruch der Werbeeinnahmen schwer getroffen worden. „Um sich für die Zukunft fit zu machen, brauchen die Verlage jetzt die nötige Luft zum Atmen“, so Eggers. Deswegen sei die vom Verband bereits seit Langem geforderte Zustellförderung entscheidend. „Wenn die Politik nicht handelt, werden viele Regionen bald austrocknen“, sagt Eggers.

Die Leserakzeptanzstudie wurde vom Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) im Auftrag des BVDA im vergangenen Jahr durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 1523 in Deutschland ansässige Personen ab 16 Jahren. Die Befragung wurde mündlich-persönlich nach einem einheitlichen Frageformular vorgenommen.

 

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Der heute in Berlin ansässige Verband wurde am 3. Juli 1987 in Bonn gegründet. Dem BVDA gehören deutschlandweit 207 Verlage mit insgesamt 884 Anzeigenblatt-Titeln und einer Wochenauflage von 63,6 Millionen Exemplaren an. Somit repräsentiert der BVDA etwa 75 Prozent der Gesamtauflage der deutschen Anzeigenblätter. Diese werden bundesweit von mehr als 50 Millionen Menschen über 14 Jahren gelesen.

Foto: Jörg Eggers (Foto: BVDA Bernd Brundert)

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Tags: Anzeigenverkauf, BVDA, Werbemarkt

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