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BVDM: Geschäftsklima kühlt sich leicht ab, Geschäftslage verbessert sich

Druckindustrie 2 Foto BVDMFoto: BVDMNoch in den beiden vorherigen Monaten ließ sich eine Erholung des Geschäftsklimas in der deutschen Druck- und Medienbranche feststellen, doch nunmehr zeigt sich im Dezember 2019 eine leichte Abkühlung. Der Geschäftsklimaindex, der monatlich vom Bundesverband Druck und Medien (BVDM) berechnet wird, fiel gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 1,0 Prozent von 102,1 auf 101,0 Zähler. Jedoch notierte der Indexwert erstmals seit Januar 2018 deutlich über seinem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Index im Dezember um 5,1 Prozent.

 

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Die vom ifo Institut befragten Druck- und Medienunternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage besser als im Vormonat. Die Erwartungen bezüglich ihrer Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten hingegen waren pessimistischer als noch im November 2019. Dabei bestimmen die Werte der aktuellen und der erwarteten Geschäftslage die Entwicklung des Geschäftsklimas, das einen guten Vorlaufindikator für die Produktionsentwicklung der Druck- und Medienindustrie darstellt.

Dass eine stärkere Eintrübung des Geschäftsklimas im Dezember verhindert werden konnte, ist überwiegend auf die vorweihnachtliche Verbesserung der Geschäftslageeinschätzung seitens der Unternehmen zurückzuführen. Im Vergleich zum Vormonat stieg der saisonbereinigte Geschäftslageindex im Dezember um 2,2 Prozent auf 103,0 Punkte. Im Vorjahresvergleich legte der Index sogar um 7,2 Prozent zu und verzeichnete damit den stärksten Anstieg seit Januar 2018.

 

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Die stärkere Zunahme der Produktionstätigkeit im Vergleich zum Vorjahresmonat und die positivere Verkaufspreisentwicklung dürften die wesentlichen Gründe für diesen Anstieg darstellen. Denn während im Dezember 2019 rund 10 Prozent aller befragten Unternehmen angaben, dass sich ihre Verkaufspreise im Vormonat erhöht hätten, meldete kein Unternehmen eine Reduzierung seiner Preise. Im Vergleich zum Vorjahr kam es daher zu einer Verbesserung des entsprechenden Saldos um rund 12 Prozentpunkte.

Pessimistischer als im Vormonat fiel die Bewertung der zukünftigen Geschäftslage seitens der Druck- und Medienunternehmen aus. Der entsprechende saisonbereinigte Index der Geschäftserwartungen sank gegenüber November 2019 um 4,1 Prozent auf 99,0 Zähler. Jedoch notierte der Index erstmals seit Juni dieses Jahres deutlich über seinem Vorjahreswert. Im Vergleich zum Vorjahr betrug der Anstieg 3,1 Prozent.

 

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Nachdem die Unternehmenserwartungen im Oktober und im November gegenüber dem jeweiligen Vormonat außergewöhnlich stark angestiegen waren, wurden sie nun im Dezember nach unten korrigiert. Allerdings bewerteten die Unternehmen ihre zukünftigen Geschäftsaussichten optimistischer als noch im Dezember des letzten Jahres. Während im Dezember 2018 rund 38 Prozent der befragten Unternehmen angaben, dass sich ihre Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten eher ungünstig entwickeln würde, erwartete nur rund 1 Prozent eine positive Geschäftsentwicklung. Im Dezember dieses Jahres sank der Anteil der Unternehmen, die eine schwächere Geschäftsentwicklung prognostizieren, auf rund 30 Prozent. Der entsprechende Saldo verbesserte sich im Vorjahresvergleich somit um rund 5 Prozentpunkte.

Der in Berlin ansässige Bundesverband Druck und Medien e.V. (BVDM), der 1869 als Deutscher Buchdruckerverein gegründete wurde, ist der Spitzenverband der deutschen Druckindustrie. Er vertritt die Positionen und Ziele der deutschen Drucker als technischer Fachverband, politischer Wirtschaftsverband und auch als Arbeitgeberverband, berät zudem seine Mitglieder in den Bereichen Tarifpolitik, Bildung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftsrecht, Technik und Forschung, Wirtschaft sowie in Arbeits- und Umweltfragen.

Der BVDM analysiert monatlich die aktuelle Geschäftslage anhand von Daten des renommierten ifo Instituts. Das Marktforschungsinstitut erhebt diese Werte im Rahmen der monatlichen Konjunkturumfrage in der gewerblichen Wirtschaft. Die Einschätzungen der Druck- und Medienunternehmen werden somit nicht nur in dem vom Verband monatlich herausgegebenen „bvdm-Konjunkturtelegramm“ zusammengefasst, sondern fließen auch in dem der Öffentlichkeit gut bekannten ifo-Geschäftsklimaindex mit ein.

Dabei basieren die Stimmungsindikatoren wie auch bei anderen Erhebungen auf subjektive Einschätzungen von Druck- und Medienunternehmen. Ihm liegen somit gefühlte Werte zugrunde, die von Eindrücken und Wahrnehmungen der Unternehmer abhängig sind. Durchgeführte Berechnungen zeigen, dass die wirtschaftlichen Aussichten mit dem später tatsächlich festgestellten Produktions- und Umsatzindex annähernd übereinstimmen.




Tags: Unternehmensentwicklung, bvdm

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