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Geschäftsklimaindex in der deutschen Druck- und Medienbranche verbessert sich

Druckindustrie Foto BVDMFoto: BVDMDas Geschäftsklima in der deutschen Druck- und Medienbranche hat sich im November 2019 leicht verbessert. Dies geht aus dem monatlich vom Bundesverband Druck und Medien e.V. (BVDM) veröffentlichten Konjunkturtelegramm hervor. Dem vorausgegangen war bereits eine deutliche Erholung im Oktober. Der vom Verband berechnete Geschäftsklimaindex stieg gegenüber dem Vormonat um saisonbereinigte 1,3 Prozent von 100,4 auf nunmehr 101,7 Zähler.

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Dennoch liegt der aktuelle saisonbereinigte Indexwert, trotz des nunmehr festgestellten Anstiegs im November, 1,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Obwohl die vom ifo Institut befragten Druck- und Medienunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage im November 2019 etwas schlechter bewerteten als im Vormonat, schätzten sie dennoch ihre für die nächsten sechs Monate erwartete Geschäftsentwicklung wesentlich optimistischer ein, als noch im Oktober. Die Werte der aktuellen und erwarteten Geschäftslage bestimmen die Entwicklung des Geschäftsklimas, welches einen guten Vorlaufindikator für die Produktionsentwicklung der Druck- und Medienindustrie darstellt.

Saisonbereinigt sank der Geschäftslageindex im November im Vergleich zum Vormonat Oktober um 1,1 Prozent. Auch im direkten Vorjahresvergleich büßte der Index an Punkten ein und notierte mit 100,4 Zählern 2,3 Punkte unter dem Niveau des Vorjahres. Somit liegt der Index, nach seiner positiven Entwicklung im Oktober, abermals unter seinem Vorjahreswert. Die aus Sicht der befragten Unternehmen unbefriedigende Auftragslage sowie die schwächere Nachfrageentwicklung dürften maßgeblich dazu beigetragen haben, dass die aktuelle Situation schlechter bewertet wurde als dies noch im Vorjahr der Fall war.

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Während im November rund 13 Prozent aller befragten Unternehmen ihren Auftragsbestand als verhältnismäßig groß bewerteten, empfanden ihn rund 34 Prozent der Firmen als zu klein. Im Vergleich zum Vorjahr kam es somit zu einer Verschlechterung des Saldos um 9 Prozentpunkte. Dass sich das Geschäftsklima im November dennoch positiv entwickelte, ist, wie auch bereits schon im Oktober, im Wesentlichen auf die optimistischere Bewertung der zukünftigen Geschäftslage seitens der Druck- und Medienunternehmen zurückzuführen.

Der saisonbereinigte Index der Geschäftserwartungen stieg gegenüber dem Vormonat um 3,9 Prozent auf 103,1 Zähler und erreichte somit sogar ein Acht-Monats-Hoch. Zwar blieb der Index wie auch schon in den letzten vier Monaten unter dem Vorjahresniveau, dennoch konnte der Index seinen Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat auf -0,2 Prozent reduzieren. Die zentralen Gründe für die Verkleinerung des Rückgangs im Vorjahresvergleich dürften zuversichtlichere Erwartungen der Unternehmen hinsichtlich ihrer geplanten Produktionstätigkeit und der Entwicklung ihrer Beschäftigtenzahlen sein.

 

Der in Berlin ansässige Bundesverband Druck und Medien e.V. (BVDM), der 1869 als Deutscher Buchdruckerverein gegründete wurde, ist der Spitzenverband der deutschen Druckindustrie. Er vertritt die Positionen und Ziele der deutschen Drucker als technischer Fachverband, politischer Wirtschaftsverband und auch als Arbeitgeberverband, berät zudem seine Mitglieder in den Bereichen Tarifpolitik, Bildung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftsrecht, Technik und Forschung, Wirtschaft sowie in Arbeits- und Umweltfragen.

Der BVDM analysiert monatlich die aktuelle Geschäftslage anhand von Daten des renommierten ifo Instituts. Das Marktforschungsinstitut erhebt diese Werte im Rahmen der monatlichen Konjunkturumfrage in der gewerblichen Wirtschaft. Die Einschätzungen der Druck- und Medienunternehmen werden somit nicht nur in dem vom Verband monatlich herausgegebenen „bvdm-Konjunkturtelegramm“ zusammengefasst, sondern fließen auch in dem der Öffentlichkeit gut bekannten ifo-Geschäftsklimaindex mit ein.

 

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Dabei basieren die Stimmungsindikatoren wie auch bei anderen Erhebungen auf subjektive Einschätzungen von Druck- und Medienunternehmen. Ihm liegen somit gefühlte Werte zugrunde, die von Eindrücken und Wahrnehmungen der Unternehmer abhängig sind. Durchgeführte Berechnungen zeigen, dass die wirtschaftlichen Aussichten mit dem später tatsächlich festgestellten Produktions- und Umsatzindex annähernd übereinstimmen.

 


Tags: Unternehmensentwicklung, Druckindustrie, bvdm

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