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Druck- und Medienbranche blickt wieder hoffnungsvoller in die Zukunft

Druckindustrie 2 Foto BVDMWährend der Geschäftsklimaindex im April 2020 noch auf ein Zehnjahrestief gefallen war, blickt die deutsche Druck- und Medienbranche inzwischen wieder wesentlich erwartungsvoller in die Zukunft. Dies ergibt sich aus der monatlichen Umfrage, die das ifo-Institut im Auftrag des Bundesverbands Druck und Medien (BVDM) durchführt.

 

 

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Die Coronavirus-Pandemie führt zu Auftragsstornierungen und somit zu erheblichen Umsatzeinbußen. Dies zeigte sich mehr als deutlich im Verbands-Bericht des Monats April 2020. Doch Hoffnungen auf eine baldige konjunkturelle Normalisierung führten nunmehr zu deutlich optimistischeren Erwartungen als im Vormonat. So stieg im Mai der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex auf 84,1 Punkte und lag damit saisonbereinigt 3,5 Prozent über seinem Vormonatsniveau. Im Vorjahresvergleich verlor der Index jedoch 13,6 Punkte.

Dennoch bewerten die befragten Druck- und Medienunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage noch deutlich schwächer als im Vormonat. Allerdings schätzen die Unternehmen ihre erwartete Geschäftslage wesentlich positiver ein als noch im April, als der Geschäftslageindex auf den niedrigsten Stand seit November 2009 gestürzt war.

 

Die Umsetzung erster Lockerungsmaßnahmen im Mai beeinflusste die Coronavirus-bedingte schlechte Nachfrage- und Auftragsentwicklungen allerdings noch kaum. So gaben rund 62 Prozent der Befragten an, dass sie den derzeitigen Auftragsbestand als zu klein erachten. Lediglich rund 1 Prozent der Befragten berichtete von einem verhältnismäßig großen Auftragsbestand. Dies entspricht einer Verschlechterung des Saldos in Höhe von rund 24 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.

Daher ist es auch nicht überraschend, dass 53 Prozent der Befragten ihre aktuelle Ertragssituation als schlecht einstufen, wohingegen nur 10 Prozent eine gute Ertragslage vermelden. Dass sich das Geschäftsklima im Vergleich zum Vormonat dennoch leicht erholt hat, ist überwiegend auf die deutlich zuversichtlichere Erwartungshaltung der Druck- und Medienunternehmen hinsichtlich ihrer zukünftigen Geschäftslage zurückzuführen.

 

Die ersten Lockerungen bewirkten Hoffnungen auf eine baldige Konjunkturerholung und scheinen ein wesentlicher Grund für die Verbesserung des Index der Geschäftserwartungen zu sein. Im Vormonatsvergleich legte der Index saisonbereinigt um 14,6 Prozent zu und notierte nun mit 93,6 Punkten nur noch 3,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. So gingen rund 24 Prozent der Befragten von einer günstigeren Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten aus. Etwa 42 Prozent der Unternehmen gaben allerdings an, dass sich ihre zukünftige geschäftliche Situation eher noch verschlimmern wird. Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Saldo somit um rund 7 Prozentpunkte ab.

 

Der in Berlin ansässige Bundesverband Druck und Medien e.V. (BVDM), der 1869 als Deutscher Buchdruckerverein gegründete wurde, ist der Spitzenverband der deutschen Druckindustrie. Er vertritt die Positionen und Ziele der deutschen Drucker als technischer Fachverband, politischer Wirtschaftsverband und auch als Arbeitgeberverband, berät zudem seine Mitglieder in den Bereichen Tarifpolitik, Bildung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschaftsrecht, Technik und Forschung, Wirtschaft sowie in Arbeits- und Umweltfragen.

Der BVDM analysiert monatlich die aktuelle Geschäftslage anhand von Daten des renommierten ifo Instituts. Das Marktforschungsinstitut erhebt diese Werte im Rahmen der monatlichen Konjunkturumfrage in der gewerblichen Wirtschaft. Die Einschätzungen der Druck- und Medienunternehmen werden somit nicht nur in dem vom Verband monatlich herausgegebenen „bvdm-Konjunkturtelegramm“ zusammengefasst, sondern fließen auch in dem der Öffentlichkeit gut bekannten ifo-Geschäftsklimaindex mit ein.

Dabei basieren die Stimmungsindikatoren wie auch bei anderen Erhebungen auf subjektive Einschätzungen von Druck- und Medienunternehmen. Ihm liegen somit gefühlte Werte zugrunde, die von Eindrücken und Wahrnehmungen der Unternehmer abhängig sind. Durchgeführte Berechnungen zeigen, dass die wirtschaftlichen Aussichten mit dem später tatsächlich festgestellten Produktions- und Umsatzindex annähernd übereinstimmen.

siehe auch: Themenbereich Corona-/COVID-19-Pandemie

 


Tags: bvdm, Corona-/COVID-19-Pandemie

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