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Medientage München: Wer braucht noch Journalist/innen?

BDZV logo großFake-News, Medienabteilungen in Vereinen, Behörden und Unternehmen und Social Media. Allenortens werden Konsumenten mit Nachrichten überflutet. Vielfach ist es nahezu unmöglich, den Wahrheitsgehalt prüfen zu können. Was ist objektiv dargestellt, was ist wahr, was ist bewusste Irreführung? Im Rahmen der Münchener Medientage will der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am 24. Oktober 2019 dieser Frage nachgehen.

 

 

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Die grundsätzlichen Fragen, die sich der Verband stellt, sind einfach auf den Punkt gebracht: Wer braucht Nachrichten, wer produziert sie und vor allem: wozu? Medien und Medienmacher stehen wie nie zuvor unter Rechtfertigungszwang, ganze Abteilungen beschäftigen sich in den Medienhäusern inzwischen mit Faktenchecks um das Prädikat „Qualitätsjournalismus“ wahren zu können.

Die Informationsflut aus journalistischen Inhalten, gezielt gestreuten „Fake News“ und PR wächst dank Internet und Digitalisierung immer weiter an. Vereine wie der FC Bayern, Unternehmen wie Mercedes Benz oder aber auch Regierungsmitglieder wie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer betreiben beispielsweise gleich ganze Medienabteilungen und Newsrooms, um positive Nachrichten mit dem jeweils eigenen Spin zu verbreiten.

 


Welche Rolle spielen daher bei dieser Gemengelage heutzutage Journalist/innen, gibt es auch weiterhin eine klar umrissene Aufgabe für Redaktion und Verlag? Dies sind nur einige jener Fragen, die der BDZV und der Verband Bayerischer Zeitungsverleger (VBZV) bei ihrem Special „Nachrichten selbstgemacht – Wer braucht noch Journalist/innen?“ am 24. Oktober 2019 anlässlich der Medientage München in den Mittelpunkt rücken wollen.

Hinzu kommt aber auch der Umstand, dass in Deutschland die Berufsbezeichnung „Journalist“ aus historischen Gründen nicht geschützt ist. Jede und jeder darf behaupten, journalistisch tätig zu sein. Und dies zudem bei einem Publikum, das sich in Teilen lautstark verbittert zeigt und Unterschiede zwischen den Stilformen wie Meinung, Kommentar, Satire zuweilen nicht kennt oder auch bewusst nicht erkennen mag. Muss sich womöglich der Journalismus als Beruf ändern, wenn er seine Relevanz für die demokratisch verfasste Gesellschaft in Deutschland erhalten will? Oder muss sich hingegen eher die Gesellschaft ändern?

 


Überall Frank Foto Frank SonnenbergFrank Überall (Foto: Frank Sonnenberg)Die Ausgangsfragen bieten gute Aussichten für eine streitige Debatte mit Dr. Franziska Augstein, Journalistin, München, die auch den einleitenden Impulsvortrag hält, Marco Fenske, Chefredakteur und Geschäftsführer RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), Hannover; Carline Mohr, Leiterin der digitale Kanäle im Willy-Brandt-Haus, Berlin, sowie Prof. Dr. Frank Überall, Vorsitzender Deutscher Journalistenverband (DJV), Köln. Die Moderation übernimmt dabei Dr. Uwe Vorkötter, Chefredakteur „Horizont“, Frankfurt am Main.

Die Medientage München werden in diesem Jahr zum 33. Mal von der Medien.Bayern GmbH, der Dachgesellschaft für den Medienstandort Bayern, durchgeführt. Die Veranstaltung hat sich im Laufe der vergangenen Jahre zu einer der führenden Medienfachveranstaltungen in Europa entwickelt. Sie bietet Entscheidungsträgern und Mitarbeitern der Medienindustrie, die Kontakte, Innovation, Informationen, Trends oder auch die kritische gesellschaftliche Einordnung suchen, ein Forum der Medienpolitik, Wirtschaft und des interdisziplinären Diskurses.

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In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto „Next Digital Level: Let’s build the Media we want!“. 400 nationale und internationale Redner führen auf sieben Konferenzbühnen zu den Themen TV, VoD & Streaming, 5G, Werbung & Marketing, Künstliche Intelligenz, Blockchain, Digital Publishing, Distribution, Journalismus, VR, AR & 360°, Apps & Skills und Innovationen aus.


 

Tags: Journalismus, BDZV, Bayern

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