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Veltins-Lokalsportpreis 2018 ehrt die besten Berichterstattungen

Die Sieger stehen fest: Der Veltins-Lokalsportpreis 2018 in der Kategorie "Wort" geht an Thorsten Drenkrad (Mittelbayerische Zeitung), Marc-André Landsiedel (Ruhr Nachrichten Werne) und Tobias Dohr (Weser Kurier). In der Kategorie "Bild" wurden Sebastian Wells (Berliner Zeitung), Sascha Fromm (Thüringer Allgemeine, OZT und Thüringische Landeszeitung) und Matthias Lange (Waldeckische Landeszeitung) für ihre Einreichungen ausgezeichnet. Thomas Fritzmeier (Schongauer Nachrichten/Münchener Merkur) erhält den Preis in der Kategorie "Strategie". Bereits zum 15. Mal wurde somit das journalistische Engagement zur Attraktivierung der Lokalsportberichterstattung in Deutschland gewürdigt und 5550 Euro Preisgeld ausgeschüttet.


 

Insgesamt sichtete die Jury dieses Jahr 185 Einsendungen und bewertete somit Beiträge aus Lokalredaktionen in ganz Deutschland. "Insbesondere der Lokalsport trägt zu einer nachhaltigen Leser-Blatt-Bindung bei. Durch attraktive Konzepte kann dieses Potenzial noch weiter ausgeschöpft werden", meint Prof. Dr. Jens Große von der Fachhochschule des Mittelstandes, Hannover, bei der Preisverleihung 2018 in Berlin. Innovative und leserorientierte Beiträge gibt es unter den diesjährigen Einreichungen viele, so dass die Auswahl der Gewinner schwerfiel. "Die prämierten Arbeiten zeigen, dass man auch im Bereich des lokalsportlichen Geschehens immer wieder neue journalistische Impulse setzen kann. Vor allem die Betrachtung von Nischenaktivitäten oder der Mut, kritische Themen zu beleuchten oder Alltägliches genau zu hinterfragen, bringen Vielfalt und müssen belohnt werden", meint Jurymitglied Ulrich Biene von der Brauerei C. & A. Veltins.

118 Beiträge wurden alleine in der Kategorie "Wort" vorgelegt. Letztlich entschieden die Juroren, dass die Arbeiten von Thorsten Drenkrad, Marc-André Landsiedel und Tobias Dohr herausstechen. Thorsten Drenkrad, Leiter Lokalsport bei der Mittelbayerischen Zeitung (Mittelbayerischer Verlag), thematisiert in seiner Serie "Der Schiri, das Sorgenkind" ein für den Lokalsport hochaktuelles und bedeutungsvolles Thema. Der Autor überzeugt mit Facettenreichtum: Neben dem Aufzeigen allgemeingültiger Probleme, die dafür sorgen, dass immer weniger Schiedsrichter am Wochenende zur Pfeife greifen, lässt Drenkrad viele unterschiedliche Beteiligte zu Wort kommen.


Auf diese Weise bietet er dem Leser vielfältige Einblicke und Bezugspunkte, die zur Aufklärung über die Problematik beitragen. Darüber hinaus lobt die Jury Drenkrads Einsatz, den Schiedsrichtermangel zu bekämpfen: "Thorsten Drenkrad macht mit seinem Beitrag nicht nur auf eine existenzielle Problematik des Lokalsports aufmerksam und sensibilisiert so die Leserschaft, sondern versucht zeitgleich die Neugier für den Schiedsrichter-Job zu erwecken", lautet das Urteil der Juroren.

Der zweite Platz geht in diesem Jahr an Marc-André Landsiedel, Volontär der Ruhr Nachrichten Werne (Verlag Medienhaus Lensing). "Marc-André Landsiedel beweist Mut, indem er sich kritisch mit lokalsportlichen Ereignissen auseinandersetzt - hier wird deutlich gemacht, wie der Fairplay-Gedanke mit Füßen getreten wird", urteilt die Jury. In seinem Beitrag "Sittenverfall im Amateurfußball" bezieht er eine klare Position gegenüber der bedenklichen Entwicklung im Lokalsport, der zunehmend von Gewalt und Aggression durch Fans und Spieler gekennzeichnet wird. Die Einreichung überzeugt die Jury insbesondere durch ihre außergewöhnliche Optik, in der eine Landkarte als visueller, leserattraktiver Alarmmelder fungiert und zahlreiche Belegbeispiele des Sittenverfalls mit den entsprechenden Tatorten verknüpft werden.


Tobias Dohr, Sportredakteur des Weser Kuriers (Verlag Bremer Tageszeitung AG), sichert sich mit seiner Reportage "Von Neuwittenbek nach Dessau", die den TV Lilienthal beim Final-4 um den deutschen Floorball-Pokal begleitet, den dritten Platz. Durch seine ausgezeichnete Geschichte macht er eine nicht alltägliche Sportart für die breite Leserschaft erlebbar. Dabei ermöglicht er dem Leser, nicht zuletzt durch den gezielten Einsatz der Zeit als Stilmittel, eine außergewöhnliche, nahezu hautnahe Erfahrung. Dohr beweise in Zeiten der Digitalisierung und des Internetjournalismus, dass das klassische Druckerzeugnis den Rezipienten mehr bieten kann als das Internet, lobt die Jury.

Sebastian Wells, Fotojournalist der Berliner Zeitung (Dumont Verlag), belegt in der Kategorie "Bild" mit seiner Einreichung "Tiefflieger" den ersten Platz. Das Foto zeigt eine klassische Wettbewerbssituation und spielt mit den zahlreichen Gegensätzen dieser Umgebung: Die Leichtigkeit des Trampolinspringens und die emotionale Abwesenheit der Schiedsrichter konnte Wells ebenso einfangen wie die Kühle und Strenge der Räumlichkeiten. "Alles in allem eine perfekte Momentaufnahme, bei der Form und Inhalt stimmen. Das Foto schafft es, den Betrachter direkt in die gezeigte Szenerie zu stellen und somit ein hautnahes Gefühl zu erzeugen", begründet die Jury ihre Entscheidung.


Den zweiten Platz sichert sich der Fotograf Sascha Fromm von der Mediengruppe Thüringen (Thüringer Allgemeine, OZT, Thüringer Landeszeitung). "Näher dran geht es nicht", so die Juroren über Fromms Sportfoto mit wirklichem Crosslauf-Charakter. Durch die direkte Nähe am Geschehen ist es Fromms Bild gelungen, die Emotionen des Sportlers nachzufühlen und den Betrachter selbst in die gezeigte Situation zu versetzen. "Darüber hinaus trägt der Fotograf zur Förderung eines neuen Sporttrends bei und ermutigt damit andere, auch abseits der vielgezeigten und etablierten Breitensportbereiche zu fotografieren", urteilen die Juroren.

Auf den dritten Platz wählte die Jury den Beitrag des Sportfotografen Matthias Lange (Waldeckische Zeitung). Sein Schnappschuss "Torwartballett" zeigt eine typische Lokalsportszene: Der Torwart, bereits im Flug vom Rasen abgehoben, versucht den gegnerischen Schuss abzufangen. "Die gezeigte Situation ist unentschieden und bietet dem Betrachter ein hohes Maß an Spannung", begründet die Jury ihre Wahl.


In der Kategorie "Strategie" geht der Veltins-Lokalsportpreis 2018 an den Sportredakteur Thomas Fritzmeier (Schongauer Nachrichten und Münchener Merkur, Karl Motz GmbH/Zeitungsverlag Oberbayern). In seiner Serie "Sportfutzi" portraitiert Fritzmeier Lokalsportler und ihre Sportart. Ursprünglich ein Onlineangebot der Schongauer Nachrichten, das regionale Sport-News, Artikel und unterhaltsame Videos rund um das Thema Sport auf den sozialen Netzwerken veröffentlichte, interpretiert die Einreichung Crossmedialität somit innovativ anders herum: Online etabliert, in Print weitergeführt.

Neben Thomas Fritzmeier ist der 17-jährige Max Edinger Teil des Sportfutzi-Teams, was die Jury als besondere medienpädagogische Note des Beitrags bewertet. Das Serienkonzept wurde auf Grundlage von konkreten Wünschen der Jugendlichen aus der Region aufgebaut. Neben einem Emoji-Interview gehören deshalb auch ein aktueller Eventplaner oder die individuellen Musik-Playlists der vorgestellten Sportler zum festen Bestandteil. Trotz der Orientierung an einer sehr jungen Leserschaft wirkt der Sportfutzi generationsübergreifend, indem er es schafft, die Inhalte stark an den Menschen heranzubringen. Die Jury lobt Fritzmeiers Beitrag als "innovativen Lichtblick für den Lokalsportteil, der durch seine attraktive Umsetzung impulsstark wirkt".


Seit nunmehr 15 Jahren zeichnet der Veltins-Lokalsportpreis herausragende journalistische, fotografische und strategische Arbeiten der Lokalsportredaktionen in ganz Deutschland aus. "Die Berichterstattung über das sportliche Engagement im direkten Lebensumfeld der Menschen übernimmt die zentrale Aufgabe, das gesellschaftlich so wichtige ehrenamtliche Engagement zu stärken. Darüber hinaus verdienen natürlich auch die reportierten sportlichen Leistungen öffentliche Anerkennung", so Martin Wieske, Geschäftsführer beim Verband Deutscher Lokalzeitungen e.V. Um entsprechende Konzepte, Serien und Beiträge zu unterstützen, schreibt der Verband in Zusammenarbeit mit der Brauerei C. & A. Veltins und der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) alljährlich den Veltins-Lokalsportpreis aus.

Seit der Erstausschreibung im Jahr 2004 erhielt die Jury über 2.000 Einsendungen. "Die Vielfalt der Beiträge zeigt, dass Lokalzeitungen aktuelle Themen aus den Sporthallen vor Ort aufnehmen und ihnen somit eine wichtige gesellschaftliche Rolle zukommt", führt Wieske fort. Von Beginn an steht der Veltins-Lokalsportpreis dabei nicht nur für die Würdigung herausragender Arbeiten, sondern bildet auch eine nachhaltige Dokumentation der außergewöhnlichen Wort-, Bild- und Strategie-Einreichungen. "Auf diese Weise gelingt es uns, Trends und Entwicklungen festzuhalten und sie als Lern- und Ideenvorlagen in die journalistische Branche zurückzugeben", sagt Ulrich Biene, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Brauerei C. & A. Veltins.


Zur Jury des Veltins-Lokalsportpreises 2018 gehören Ralf Leineweber, Chefredakteur Cellesche Zeitung, Alfred Büllesbach, VISUM Agentur für Bildjournalismus und Fotodesign, Hannover, Andreas Dach, Ressortleiter Lokalsport, Remscheider General-Anzeiger, Ulrich Biene, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Brauerei C. & A. Veltins, und Prof. Dr. Jens Große, Fachhochschule des Mittelstands (FHM), Hannover.


(Quelle)

 

Tags: Sport, Münchner Merkur, Lokaljournalismus, Auszeichnung, Veltins-Lokalsportpreis, Mittelbayerische Zeitung, Ruhr Nachrichten, Weser Kurier, Berliner Zeitung, Thüringer Allgemeine, Thüringische Landeszeitung, Waldeckische Landeszeitung, Schongauer Nachrichten

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