Yps auf Sylt: Mit Heino, Dieter und Wirbelsäulen-Walter!

Yps Gimmick 1268 Windmaschine

Känguru Yps und seine Freunde Kaspar, Willy und Patsch helfen den Bewohnern von Sylt, sich gegen schreiende Kobolde und andere Nerv tötende Zeitgenossen zu wehren. Unterstützung erhalten sie dabei von gewissen Randfiguren namens Dieter und Heino, die gerade nach einer neuen Location für ihre nächste Casting-Show suchen, sowie Wirbelsäulen-Walter, dem der Aufenthalt im Dschungel scheinbar nicht gut getan hat. Kreiert wurde das Comic-Abenteuer „Kobolde auf Sylt“ von Martin Tazl, der regelmäßig prominente Gesichter in die Yps-Comics einbaut. Fehlen darf natürlich auch nicht das obligatorische Gimmick: eine Windmaschine.

 

Die Ausgabe 1268 der selbsternannten Lifestyle-Zeitschrift für Erwachsene ab 25 Jahren, die seit heute, 13. Mai 2015 im Zeitschriftenhandel erhältlich ist, erschien ursprünglich von 1975 bis 1999 wöchentlich als Kinderzeitschrift im Hamburger Gruner + Jahr Verlag (u.a. „Gala“, „stern“, „P.M.“). Die weitere Herausgabe erfolgte dann durch Ehapa, dem Lizenznehmer der Disney-Produkte im deutschsprachigen Raum. Aufgrund nachlassender Nachfrage änderte man die Erscheinungsweise jedoch auf zweiwöchig und reduzierte die Seitenzahl, indem man langjährige Comicserien aus dem Heft nahm. Schließlich wurde das Magazin am 10. Oktober 2000 eingestellt.

 

Mehrmals versuchte Ehapa einen Neuanfang, brach diesen jedoch stets ab. 2012 konzipierte man die Zeitschrift um. Man richtete es auf die ursprüngliche Leserschaft der 70er Jahre aus, indem man die „Themen von damals inhaltlich und optisch in die jetzige Lebenswelt der Leser“ anpasste: „Die Kinder von damals sind die Erwachsenen von heute: Sie stehen mit beiden Beinen fest im Leben, haben einen Beruf und eine Familie – und können endlich wieder das Magazin lesen, das sie in ihrer Kindheit begleitete.“

In der aktuellen, 96 Seiten umfassenden Ausgabe stellt Dr. Sommer hilfreiche Life Hacks für die Grill-Party vor. Lisa Lang gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Elektro-Mode und Erik Bartmann begleitet den Leser in die wunderbare Welt des 30-Euro-Computers Raspberry Pi. Doch für den typischen Yps-Käufer dürfte all das nur angenehmes „Beiwerk“ sein. Der eigentliche Kaufreiz dürfte vielmehr im 13-teiligen Bausatz für das Gimmick „Die elektrische Windmaschine“ liegen.

Yps verkauft nach eigenen Angaben des Verlags 61.351 Exemplare pro Ausgabe, eine Anzeigenseite kostet 15.351,00 Euro (brutto). Die Zeitschrift erscheint alle zwei Monate zum Preis von 6,90 Euro.