BDZV-Jahrbuch 2014/15: Alles über die Zeitung

Acht von zehn Deutschen über 14 Jahren schauen regelmäßig in eine Tageszeitung, gedruckt und am Display. Dabei können sie auswählen zwischen 351 verschiedenen Titeln mit einer verkauften Auflage von 17 Millionen Exemplaren, rund 660 Zeitungswebsites und aktuell 530 Zeitungs-Apps. Deutschland ist der größte Zeitungsmarkt Europas und der fünftgrößte der Welt. Das sind nur einige der aktuellen Daten, die der BDZV in seiner am 3. Dezember erschienenen Broschüre „Die deutschen Zeitungen in Zahlen und Daten 2015“ veröffentlicht hat.

Native Advertising, Paid Content, Kooperationen: Welche Inhalte sollten Zeitungen veröffentlichen, in was für einer Form, über welche Kanäle und zu welchem Preis? Antwort auf diese und viele weitere Fragen will das soeben erschienene Jahrbuch des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) „Zeitungen 2014/15“ geben anhand zahlreicher Fallstudien und Best Practice-Beispiele aus deutschen und internationalen Presse-Unternehmen.

Ein Schwerpunkt des Jahrbuchs ist der Beitrag zur wirtschaftlichen Lage der Zeitungen von Dieter Keller. Im Fokus steht darüber hinaus ausnahmsweise auch das Wirken des BDZV als Organisation, das Gernot Facius anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Verbands nachgezeichnet hat.

Außerdem Thema: Wie gehen Verlage mit den Megaplayern Google und Facebook um? Welche Kooperationen sind denkbar? US-Medien-Experte Ken Doctor gibt dazu Lösungsvorschläge aus den Vereinigten Staaten. Rüdiger Schulz und Oliver Bruttel (Institut für Demoskopie Allensbach) stellen anhand einer Umfrage unter Journalisten die aktuelle Lage der Pressefreiheit in Deutschland auf den Prüfstand.

Neue Gründerzeit: Johannes Freytag präsentiert Beteiligungsformen der Medienhäuser, Meinolf Ellers gibt einen Einblick in notwendige Prozesse, auf die sich Verlage und Start-ups bei einer Kooperation einlassen sollten. Zentrale Bestandteile von „Zeitungen 2014/15“ sind ferner die Beiträge „Datenjournalismus – Aus Zahlen werden Geschichten“ und „Native Advertising – Mehrwert oder Gefahr?“ von Annette Milz und Barbara Geier. Jens Lönnekerund Stefan Dahlem stellen Ergebnisse einer tiefenpsychologischen Studie der Agentur rheingold salon zur Motivation von Online-Lesern vor.

Zahlreiche Statistiken, Tabellen und Grafiken sollen den Nutzwert des Jahrbuchs, das zum 28. Mal erscheint, weiter erhöhen. Die 380 Seiten starke Publikation will damit all jenen, die sich mit den Zeitungen in Deutschland auseinander setzen, einmal mehr als umfassende Informationsquelle zu Einzelthemen wie als Nachschlagewerk und Serviceinstrument für den Medienalltag dienen. Das Jahrbuch „Zeitungen 2014/15“ kann beim BDZV zum Preis von 26 Euro bestellt werden.