Studie: 67 Prozent der Deutschen lesen Anzeigenblätter

Die Studie „Anzeigenblatt Qualität“ belegt: 67 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren lesen Anzeigenblätter. Damit erreicht die Gattung eine Zahl von mehr als 47 Millionen Lesern pro Ausgabe (LpA). In den einzelnen Nielsengebieten erzielen Anzeigenblätter Reichweiten zwischen 59 und 75 Prozent. Neben der Reichweitenermittlung liefert die Studie detaillierte Ergebnisse darüber, wie Menschen Anzeigenblätter als lokale Medien und als Werbeträger bewerten: 75 Prozent der Leser fühlen sich von Anzeigenblättern zuverlässig über aktuelle Ereignisse am Ort informiert, 60 Prozent betrachten sie als wichtige Informationsquelle vor dem Einkauf.

Zentrale Themenbereiche der Studie sind Lesegründe, Lesedauer, Leser-Blatt-Bindung, die Qualität der Zustellung sowie Aussagen zu Werbung in Anzeigenblättern und anderen Medien. Auch über ihr Einkaufsverhalten gaben die Befragten Auskunft. Darüber hinaus erhebt die Studie den Umgang der Leser mit Prospekten und Beilagen in Anzeigenblättern.

„Unsere Studie ‚Anzeigenblatt Qualität‘ bestätigt, dass die Menschen Anzeigenblätter nicht nur gerne lesen, sondern auch zielgerichtet nutzen“, sagt Sebastian Schaeffer, Leiter Markt- und Mediaservice des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter (BVDA). „Redaktionell liefern Anzeigenblätter aktuelle Informationen zum Geschehen im eigenen Umfeld. Doch auch Werbung ist ein integraler Bestandteil. So werden Beilagen, Prospekte und Anzeigen von einem Großteil unserer Leser als nützlich bewertet. Damit wissen auch die Werbekunden, dass ihre Werbung in Anzeigenblättern intensiv wahrgenommen wird.“

Der BVDA veröffentlicht mit „Anzeigenblatt Qualität“ zum fünften Mal diese bundesweite Untersuchung zu Anzeigenblättern. Durchführendes Institut ist die Czaia Marktforschung GmbH in Bremen. Das Institut führte insgesamt mehr als 3 000 Interviews und wählte dafür einen Mehrmethodenansatz aus telefonischer Datenerhebung und Online-Befragung. Als einzige bundesweite Studie erfasst „Anzeigenblatt Qualität“ titelspezifische Werte zu Anzeigenblättern. Der frühere Fragenkatalog wurde überarbeitet und erweitert. So enthält die aktuelle Studie nun auch Aussagen zur Nutzung des Internets und spezieller Online-Angebote. Interessierte können die Studie aufwww.bvda.de einsehen und unter info(at)bvda.de bestellen.

Der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter e.V. (Federal Association of German free papers) ist einer der drei Verlegerverbände in Deutschland. Er ist die Spitzenorganisation der Anzeigenblattverlage. Ihm gehören 220 Verlage mit 926 Titeln bei einer ADA-geprüften Wochenauflage von 65,2 Mio. Exemplaren an. 70 Prozent der Gesamtauflage sind im BVDA organisiert. Anzeigenblätter sind nach BVDA-Definition Presseprodukte, die kostenlos mindestens einmal wöchentlich an die Haushalte eines festumrissenen Gebietes flächendeckend verteilt werden. Ihr Vorzug liegt in der hohen Haushaltsabdeckung, der entsprechend hohen Reichweite sowie der großen Lokalität. Anzeigenzeitungen weisen im Schnitt 30 bis 40 Prozent redaktionelle Inhalte auf.