AWA 2015: Regionale Produkte sind zunehmend gefragt – besonders bei Anzeigenblatt-Lesern

BVDA

Mehr als 56 Prozent der Anzeigenblatt-Leser bevorzugen beim Einkauf regionale Produkte. Damit ist die Vorliebe für Lebensmittel aus der Heimat bei Anzeigenblatt-Lesern (Leser pro Ausgabe) deutlich stärker vertreten als in der deutschsprachigen Gesamtbevölkerung ab 14 Jahre mit 50 Prozent. Doch auch in der Gesamtbevölkerung ist die Anzahl der Käufer, die Produkte aus der Umgebung präferieren, in den letzten Jahren konstant gestiegen: von 27 Millionen Menschen im Jahr 2009 auf 34,5 Millionen im Jahr 2015.


Dies belegt die Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) 2015 des Instituts für Demoskopie Allensbach. Der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter veröffentlicht zu den gattungsspezifischen Ergebnissen der Studie in Kürze die Broschüre „Anzeigenblätter in der AWA 2015“. Lokale Nachrichten sowie werbliche Angebote der Händler vor Ort finden zahlreiche Verbraucher im Anzeigenblatt. In der deutschsprachigen Gesamtbevölkerung ab 14 Jahre liegt der in der AWA 2015 ermittelte Anteil des Weitesten Leserkreises (WLK) bei 80 Prozent. Das sind etwa 55,4 Millionen Menschen.

Rund 54 Prozent der Bevölkerung gehören zu den Lesern pro Ausgabe (LpA) – damit erreichen Anzeigenblätter mit einer durchschnittlichen Ausgabe mehr als 37 Millionen Konsumenten. Unter den Menschen, die beim Einkauf regionale Produkte bevorzugen, erzielen Anzeigenblätter mit 61 Prozent (LpA) eine überdurchschnittliche Reichweite. Rund 46 Prozent der Leser (LpA) geben an, mindestens drei Viertel der Seiten in ihrem Anzeigenblatt zu lesen; knapp 29 Prozent lesen etwa die Hälfte aller Seiten. Anzeigenblatt-Leser (LpA) erweisen sich als reflektierte Verbraucher: 73 Prozent sind besonders aufmerksam für Sonderangebote, während gleichzeitig 68 Prozent bereit sind, für gute Qualität auch mehr zu zahlen.

 

„Die Ergebnisse der AWA 2015 zeigen, dass Anzeigenblatt-Leser preis- und gleichzeitig qualitätsbewusst einkaufen“, sagt Sebastian Schaeffer, stellvertretender Geschäftsführer und Leiter Markt- und Mediaservice des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter. „Fast ein Drittel der Leser (LpA) kommen aus Familien mit Kindern, die mitten im Leben stehen und vielfältige Konsumbedürfnisse haben. Unter den Verbrauchern, die besonders an Gesundheit und Nachhaltigkeit interessiert sind, erreichen Anzeigenblätter mit einer durchschnittlichen Ausgabe fast 60 Prozent (LpA). Damit sind Anzeigenblätter für Sonderangebote und auch für qualitativ hochwertige Waren optimale Werbeträger.“

Der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter e.V. (BVDA) ist die Spitzenorganisation der Anzeigenblattverlage in Deutschland. Gemeinsam mit den beiden anderen Verlegerverbänden hat er seinen Sitz im Haus der Presse in Berlin. Dem BVDA gehören 216 Verlage mit insgesamt 864 Titeln und einer Wochenauflage von 65,2 Millionen Exemplaren an. Damit repräsentiert der BVDA rund 72 Prozent der Gesamtauflage der deutschen Anzeigenblätter. Anzeigenblätter sind nach BVDA-Definition Presseprodukte, die kostenlos mindestens einmal wöchentlich an die Haushalte eines festumrissenen Gebietes nahezu flächendeckend verteilt werden. Ihr Vorzug liegt in der hohen Haushaltsabdeckung sowie der großen Lokalität. Anzeigenblätter weisen im Schnitt 30 bis 40 Prozent redaktionelle Inhalte auf.