Rüsselsheimer Echo an FNP verkauft

Die Tageszeitung „Rüsselsheimer Echo“ aus dem Verlag des Darmstädter Echo wird an die Mediengruppe der Frankfurter Societät verkauft. Ein entsprechender Vertrag wurde am 11. Juni 2015 unterzeichnet. Den Verkauf hatte das Bundeskartellamt zur Voraussetzung dafür gemacht, dass für die bereits am 2. Februar 2015 bekannt gegebene Übernahme der Echo Medien durch die Verlagsgruppe Rhein Main (VRM, Mainz) die kartellrechtlich erforderliche Zustimmung erteilt wird.


Das Kartellamt hatte auf dem Verkauf bestanden, weil die VRM ebenfalls in Rüsselsheim bereits die „Main-Spitze“ herausgibt, die mit dem Rüsselsheimer Echo im Wettbewerb steht. Grundsätzlich sei es zwar positiv, dass ein potenter Käufer gefunden worden sei und damit der Wettbewerb und die publizistische Vielfalt in der Region erhalten blieben, bewertet Manfred Moos von ver.di Hessen den Verkauf.

Die Gewerkschaft sei aber überhaupt nicht damit einverstanden, dass mit dem Übergang an einen neuen Eigentümer die Tarifbindung aufgegeben werden soll. Nach ver.di vorliegenden Informationen hat die tarifgebundene Frankfurter Societät, die unter anderem die Frankfurter Neue Presse herausgibt, für den Erwerb des Rüsselsheimer Echos eigens eine tariflose Tochtergesellschaft gegründet.