Gemeinschaftsaktion der Anzeigenblätter fördert Ideenaustausch über Integration vor Ort

Mitgliedsverlage des Bundesverbandes Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) berichten seit Anfang März 2015 gemeinsam über das Thema Integration im Lokalen. Sie beleuchten Situationen, in denen Menschen aufgrund ihrer Herkunft, einer Behinderung oder ihrer individuellen Lebenssituation von gesellschaftlicher Isolation bedroht sind. An konkreten Beispielen untersuchen sie die Frage, wie eine bunte und offene Gemeinschaft vor Ort gelingen kann.


Die Aktion basiert auf der Initiative „Das geht uns alle an!“, einer verlagsübergreifenden redaktionellen Berichterstattung im BVDA. Einige der teilnehmenden Verlage begleiteten das Thema Integration intensiv über mehrere Wochen. Seit dem Aktionsstart wurden Artikel in einer Auflage von insgesamt rund 13 Millionen Exemplaren veröffentlicht.

Thema Integration
Die an der Aktion teilnehmenden Verlage porträtieren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die erst seit Kurzem in Deutschland sind oder bereits lange hier leben. Sie führen Interviews mit Integrationsbeauftragten und besuchten Organisationen, die sich für einen guten Kontakt zwischen Menschen verschiedener Kulturen einsetzen. Auch Schulklassen, in denen Schüler mit und ohne Behinderungen gemeinsam lernen, sowie Projekte zur Verhinderung von Einsamkeit in kritischen Lebenssituationen werden vorgestellt.

 

„Für Anzeigenblätter als sublokale Medien gibt es kaum eine spannendere Frage als die, wie eine lebendige und offene Gemeinschaft vor Ort gelingen kann“, sagt Michael Simon, BVDA-Vizepräsident und Vorsitzender des Arbeitskreises Redaktion. „Integration fängt im eigenen Umfeld an. Mit lokalen Fallbeispielen aus verschiedenen Teilen Deutschlands zeigen Anzeigenblätter die individuellen Herausforderungen und beleuchten gleichzeitig die Vielfalt der Lösungsansätze. Damit fördern wir einen Gedanken- und Ideenaustausch, der uns wichtig ist – denn das Thema Integration geht uns alle an.“ Beispielseiten zur Aktion stehen unter folgendem Link zur Ansicht und zum Download bereit.

Initiative „Das geht uns alle an“: verlagsübergreifende redaktionelle Berichterstattung
„Das geht uns alle an“ ist eine Initiative des Arbeitskreises Redaktion im BVDA. Ziel der Initiative ist es, Themen von gesellschaftlicher Bedeutung bundesweit in vielen Anzeigenblättern gleichzeitig zu behandeln – mit konsequent lokalem Fokus. Damit machen Anzeigenblätter auf soziale, politische und gesellschaftliche Probleme aufmerksam und stellen individuelle Lösungsansätze vor. In den vorherigen Aktionen berichteten Mitgliedsverlage des BVDA in Millionenauflagen über Themen wie Gewalt im Amateurfußball, den lokalen Einzelhandel, Unterrichtsausfall an deutschen Schulen oder Fachkräftemangel.

Der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter e.V. (BVDA) ist die Spitzenorganisation der Anzeigenblattverlage in Deutschland. Gemeinsam mit den beiden anderen Verlegerverbänden hat er seinen Sitz im Haus der Presse in Berlin. Dem BVDA gehören 216 Verlage mit insgesamt 864 Titeln und einer Wochenauflage von 65,2 Millionen Exemplaren an. Damit repräsentiert der BVDA rund 72 Prozent der Gesamtauflage der deutschen Anzeigenblätter. Anzeigenblätter sind nach BVDA-Definition Presseprodukte, die kostenlos mindestens einmal wöchentlich an die Haushalte eines festumrissenen Gebietes nahezu flächendeckend verteilt werden. Ihr Vorzug liegt in der hohen Haushaltsabdeckung sowie der großen Lokalität. Anzeigenblätter weisen im Schnitt 30 bis 40 Prozent redaktionelle Inhalte auf.