Zeitungsverlegerverband tagt in Münster - Wechsel im Vorsitz

ZVNRW

Zu seiner heutigen Jahreshauptversammlung traf der Zeitungsverlegerverband Nordrhein-Westfalen im Münster‘schen Verlagshaus Aschendorff zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen unter anderem Wahlen zum Vorstand des Verbandes. In der im Anschluss zur Jahreshauptversammlung stattfindenden Vorstandssitzung wählten die Vorstände aus ihrer Mitte den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg, Christian DuMont Schütte, zu ihrem neuen Vorsitzenden.


Zuvor hatten sich die Verleger bei ihrem scheidenden Vorsitzenden Christian Nienhaus für dessen Engagement in der vierjährigen Amtszeit bedankt. Nienhaus kandidierte nicht mehr für den Vorsitz, weil er aus der Geschäftsführung der FUNKE Mediengruppe, Essen, ausgeschieden war.

Nienhaus hatte zuvor in seinem Bericht die Politik aufgefordert, die Dimension der Veränderung in den Medien zur Kenntnis zu nehmen. Die Summe problematischer Rahmenbedingungen vom im Internet uferlos und gefühlt kostenlos agierenden öffentlich-rechtlichen Rundfunk bis hin zum Mindestlohn für Zeitungszusteller, mache es den Zeitungsverlagen unnötig schwer, auch in Zukunft ihren Beitrag zu einem vielfältigen Qualitätsjournalismus in Deutschland zu leisten.

Der neue Vorsitzende, Christian DuMont Schütte, ist seit Januar 2014 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Kölner Medienhauses M. DuMont Schauberg. Er war zuvor als Mitglied des Vorstandes mehr als 20 Jahre operativ in der Mediengruppe tätig und ist u.a. Herausgeber des Kölner Stadt-Anzeiger, der Mitteldeutschen Zeitung und des EXPRESS, der in Köln, Bonn und Düsseldorf erscheint.

Am Rande der Veranstaltung erklärte DuMont Schütte: „Es ist klar, dass der Transformationsprozess in den Medien auch zu Veränderungen bei den Tageszeitungen führt. Denn die Inhalte, die die Leser bei uns suchen, müssen wir weiterhin in hoher Qualität liefern, sogar noch aktueller und vielfältiger aufbereitet – multimedial und auf das jeweilige Endgerät zugeschnitten.

Vor allem das Lokale und die hintergründige Einordnung schafft unseren Lesern Orientierung in dem immer unübersichtlicheren Dschungel von Informationen. Das geht nicht ohne gut ausgebildete Journalisten mit ihrem ganz eigenen Gespür und ihren individuellen Fähigkeiten. Die gut aufbereitete, seriös bewertete und professionell recherchierte Information aus der Heimat der Menschen wird auch in Zukunft die große Stärke der Tageszeitung sein – ob in gedruckter oder in digitaler Form.“

Gast der Veranstaltung war der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände, Dr. Reinhard Göhner, der über die arbeitsmarkt- und sozialpolitische Agenda der großen Koalition berichtete.