Nachrichtenportale im Internet wachsen kräftig

Bitkom

Das Wachstum von Nachrichtenportalen im Internet setzt sich fort. Allein die zehn größten deutschen Newsseiten erreichten im vergangenen Jahr 7,3 Milliarden Besuche, so genannte Visits. Das entspricht einem Anstieg um rund 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen BITKOM-Erhebung. "Die Nachfrage nach verlässlichen und professionell aufbereiteten Nachrichten im Internet steigt weiter stark an", sagte Ralph Haupter, Präsidiumsmitglied des BITKOM. "Qualität und Markenbekanntheit sind auch im Online-Journalismus wichtige Erfolgsparameter."


Unter den Top 10 der am häufigsten aufgerufenen Nachrichtenportale finden sich fünf Online-Auftritte von Tageszeitungen und Wochenmagazinen. Hinzu kommen drei Webseiten von Fachmedien: Chip, Kicker und Computerbild. Mit Sport1 und n-tv haben es auch zwei Fernsehsender in die Top 10 geschafft. An der Spitze der Rangliste stehen mit Bild.de und Spiegel Online die Onlineausgaben der auflagenstärksten Tageszeitung bzw. Wochenmagazins.

Mit einer Steigerung um 18 Prozent erreicht Bild.de erstmals mehr als zwei Milliarden Visits. Spiegel Online legte um knapp 14 Prozent auf 1,5 Milliarden Besuche zu. Zusammen halten die beiden Portale einen Anteil von mehr als 50 Prozent an den Top 10. Ebenfalls in der Spitzengruppe finden sich Welt Online, Süddeutsche.de und Focus Online, kurz dahinter die Onlineausgaben von FAZ und Handelsblatt. Allen Nachrichtenportalen gemein ist der Service von Newslettern und RSS-Feeds. Damit können sich interessierte Onlinenutzer per E-Mail auf dem Laufenden halten und wichtige Meldungen kostenlos und nach individuellen Themenvorlieben auf dem Handy oder PDA empfangen.

 

Zur Methodik: Als Nachrichtenportale werden Angebote definiert, die ausschließlich und tagesaktuell über Politik-, Wirtschafts-, Sport- oder Fachthemen berichten. Die BITKOM-Erhebung zur Anzahl der Besuche berücksichtigt sämtliche Seiten, die sich von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) prüfen lassen.


Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. vertritt mehr als 1.600 Unternehmen, davon über 1.000 Direktmitglieder mit etwa 135 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Hierzu zählen Anbieter von Software & IT-Services, Telekommunikations- und Internetdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien. Der BITKOM setzt sich insbesondere für eine Modernisierung des Bildungssystems, eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik und eine moderne Netzpolitik ein.