SPD trennt sich von ihren Anteilen an der Westfälischen Rundschau

Die SPD-Medienholding Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (ddvg) trennt sich von ihren Anteilen an der Westfälischen Rundschau (Dortmund). Die Geschäftsführung der ddvg erklärt hierzu: "Nachdem die WAZ Anfang des Jahres im Alleingang und somit ohne Kenntnis der ddvg die Redaktion der Westfälischen Rundschau aufgelöst hat, war eine Basis für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit von ddvg und WAZ nicht mehr gegeben.

Wir sind deshalb in professionellen Gesprächen mit der WAZ übereingekommen, diese in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts begründete Kooperation zu beenden und unseren Gesellschaftsanteil an den Mehrheitsgesellschafter WAZ zu veräußern.

Wir bedauern sehr, dass es nicht gelungen ist, die Westfälische Rundschau als starken Nordrhein-Westfälischen Titel mit eigener Redaktion zu erhalten. Mit einem Minderheitenanteil von 13,1 Prozent war die ddvg aber nicht in der Position, den Alleingang des Mehrheitsgesellschafters aufzuhalten.

Es entspricht unserem Unternehmensziel, die Pressevielfalt in der Bundesrepublik Deutschland zu wahren. Unterschiedliche Auffassungen darüber, wie das Presseunternehmen der Westfälischen Rundschau professionell zu führen ist, machen diese Trennung zu einer logischen Konsequenz."

Erläuterung: Die SPD-Unternehmensholding ddvg hielt bisher über die Westfälische Verlagsgesellschaft (WVG) 13,1 Prozent der Anteile an der Zeitungsverlag Westfalen KG (ZVW), die die Westfälische Rundschau herausgibt.