Frankfurter Rundschau: Übernahme durch die Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Mediengruppe M. DuMont Schauberg (MDS) und die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (ddvg) begrüßen die Entscheidung des Kartellamtes, die Übernahme der Frankfurter Rundschau (FR) durch die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) zu genehmigen. MDS und ddvg verbinden damit die Hoffnung, dass die Stimme der FR dauerhaft erhalten bleibt.

Die Mediengruppe M. DuMont Schauberg und die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft bedauern es sehr, dass es im Insolvenzverfahren nicht gelungen ist, einen Arbeitsplatzabbau in dem sich jetzt abzeichnenden Ausmaß abzuwenden. Dies ist ein harter Schlag für alle Betroffenen. Die ehemaligen Gesellschafter zollen jedem Einzelnen Respekt - nicht nur für die Arbeit in den letzten Jahren, sondern vor allem auch dafür, dass die Belegschaft der Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH trotz des hohen Maßes an Unsicherheit in den letzten Monaten täglich hervorragende Arbeit geleistet hat.


Die Kündigung der seit mehr als 30 Jahren bestehenden Druckverträge durch die Axel-Springer-AG mitten im Verfahren der Investorensuche hat zu unserem großen Bedauern die Übernahme der Druckerei der FR in Neu-Isenburg durch Investoren verhindert. Wir appellieren an die Axel-Springer-AG, sich an den neuen Druckstandorten in Frankfurt dafür einzusetzen, dass möglichst viele der erfahrenen FR-Drucker eine neue Perspektive erhalten.

Die Mediengruppe M. DuMont Schauberg hat in den vergangenen Jahren 136 Millionen Euro in das Druck- und Verlagshaus investiert - ohne jemals die Erwartung gehabt zu haben, große Gewinne erwirtschaften zu können. Auch die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft hatte einen namhaften zweistelligen Millionenbetrag zur Sicherung der FR aufgebracht. Das Engagement der Gesellschafter für die schon seit langem stark geschwächte Frankfurter Rundschau war immer von dem Bestreben getragen, eine wichtige Facette im deutschen Journalismus zu sichern.

Um die sozialen Folgen für die vom Stellenabbau betroffenen Arbeitnehmer abzufedern, haben MDS und ddvg für die Gründung einer Transfergesellschaft mehrere Millionen Euro zur Verfügung gestellt.