DJV fordert die Erhaltung der redaktionellen Arbeitsplätze bei Welt, Welt am Sonntag und N24

DJV

Der Deutsche Journalisten-Verband hat an die Verantwortlichen der „Welt“-Gruppe appelliert, die redaktionellen Arbeitsplätze bei Welt, Welt am Sonntag und N24 zu erhalten. Chefredakteur Stefan Aust hatte zuvor im Gespräch mit dem Mediendienst meedia.de angekündigt, die redaktionellen Abläufe zu optimieren und rund 50 Stellen zu streichen. Dies solle sozialverträglich und möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen geschehen. Einen Zeitpunkt für die Stellenstreichungen nannte Aust nicht.


„Wir sind skeptisch, dass die Parole dem Praxistest standhält, voneinander zu profitieren statt nebeneinander herzuarbeiten“, sagte DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Jeder gestrichene redaktionelle Arbeitsplatz bedeute einen Verlust für den Qualitätsjournalismus. „Bisher haben wir nur besser oder schlechter getarnte Sparprogramme erlebt.“ Dass Aust einerseits mehr Journalismus propagiere und andererseits Arbeitsplätze zur Disposition stelle, sei unglaubwürdig. „Die Redaktionen der Welt-Gruppe sind gut ausgelastet. Was Herr Aust Doppelarbeit nennt, ist für uns Vielfalt.“ Noch mehr Aufgaben für jeden einzelnen Journalisten gingen zwangsläufig zu Lasten des Journalismus, so der Verband.