Rhein-Zeitung verzichtet auf Präsenz bei Google News

Am 01.08.2013 tritt das umstrittene Leistungsschutzrecht in Kraft. Doch ausgerechnet jene, die zu den entschiedenen Befürwortern dieses Gesetzes zählen, haben die von Google verlangte Einverständniserklärung unterzeichnet. Hierzu zählen unter anderem die Axel Springer AG und die Mediengruppe Hubert Burda. Die Rhein-Zeitung hingegen wird über Google-News fortan nicht mehr verlinkt werden.

Christian Lindner, Chefredakteur der Rhein-Zeitung erklärte hierzu in einem Interview, welches es gegenüber der Nachrichtenagentur dpa gab, dass man in Kürze eine Bezahlschranke einführen werde. Es würde nicht passen, wenn man einerseits eine Paywall einrichten würde und gleichzeitig einige kurze, meist nur zwei Sätze umfassende Teaser, die sogenannten Snippets, über Google News lesbar wären.

Über Google News würden lediglich ein Prozent der Website-Zugriffe erfolgen, die Existenz der Rhein-Zeitung würde daher nicht von Google abhängen: "Wir wollen jetzt das einfach mal ausprobieren und sehen, wie die Resonanz aussieht. Wenn Google den Verlagen in Deutschland wie in Frankreich 60 Millionen Euro anbieten sollte, können wir bei einer gemeinsamen Vermarktung ja wieder einsteigen", so Lindner gegenüber dpa.