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Hamburger Morgenpost vermarktet Printanzeigen über Online-Marktplatz

Hamburger Morgenpost 70 JahreDie Hamburger Morgenpost wird die Anzeigenplätze in ihrer Tageszeitung zukünftig auch über das Onlineportal pryntad vermarkten. Nach Angaben der Geschäftsführerin der Mopo, Susan Molzow, wolle man auf diese Weise den Zugang zu neuen Anzeigenkunden ermöglichen.

 

 

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Durch pryntad erfolgt die Buchung von Anzeigen nach dem sogenannten „Wunschpreis-Prinzip“. Über eine eigene Landingpage des MOPO-Vermarkters Hamburg-First und pryntad können Kunden nunmehr das gewünschte Format sowie den Erscheinungstag auswählen und ihren „Wunschpreis“ für die Anzeigenschaltung abgeben. Im Anschluss an die Abgabe des Angebots tritt das Sales-Team des Verlags mit dem Kunden in den direkten Kontakt, nimmt das Angebot an oder lehnt es ab, finalisiert es und steht mit Rat und Tat zur Seite.

„pryntad ist ein innovatives Vermarktungstool, das uns den Zugang zu neuen Kunden ermöglicht oder Kunden zu uns zurückbringt. Schnell, kurzfristig und einfach“, erläutert MOPO-Geschäftsführerin Susan Molzow. Dabei stehen Kunden, die nicht über eine Mediaagentur buchen, ebenso im Fokus wie Kunden, die schon länger nicht mehr geworben haben. Ein weiterer Vorteil aus Sicht von Molzow: „Wir können so unser vorhandenes Sales-Teams in der Vermarktung gezielt für die persönliche Kundenbearbeitung und den personalintensiven Konzeptverkauf einsetzen.“ Über pryntad werden automatisch die Anzeigenplätze vergeben, die bisher noch nicht gebucht sind.

 

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Der Dienstleister pryntad ist ein neuer, im Januar 2019 gegründeter Marktplatz für Anzeigen in Tageszeitungen, Magazinen und Onlineportalen auf dem Advertiser zukünftig auch verlagsübergreifend Anzeigen buchen können. Die Advertiser geben dabei ein Kampagnen-Gebot ab und nennen ihre Zielvorgaben. Der Verlag behält die Fäden in der Hand und damit ebenso auch die Rabattkontrolle.

„Im Fokus steht zunächst eine Direct-Deal-Variante, bei der wir Exklusiv-Lösungen für einzelne Publisher realisieren, so wie jetzt mit der MOPO. Wir freuen uns sehr, dass die MOPO die Chancen unseres Tools erkannt hat und bereits erste Erfolge sichtbar sind“, führt Anja Visscher, Co-Founder der pryntad GmbH, aus. „pryntad adaptiert gelernte, erfolgreiche Prozesse aus der Digitalvermarktung für das analoge Medium Print. Wir denken Print digital.“

 

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Man beabsichtigt weitere Verlage für die Plattform, die dort ihr Print-Inventar anbieten, zu akquirieren. Das Ziel soll ein Marktplatz für gedruckte Anzeigen aus allen Printsegmenten sein. „Im Idealfall können Werbungtreibende aus einer Vielzahl von Verlags-Angeboten auswählen und ihren Wunschpreis abgeben, sozusagen Programmatic Print buchen.“

Ein vergleichbares Angebot hatte der Axel Springer Verlag im Juni 2014 vorgestellt. Springer wollte direkt und unter Umgehung zwischengeschalteter Werbeagenturen an die Werbekunden herantreten und dadurch die für die Vermittlung branchenübliche Agenturprovision in Höhe von 15 Prozent einsparen.

 

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Die Hamburger Morgenpost wurde erstmals am 16. September 1949 mit einer Auflage von 6.000 Exemplaren veröffentlicht. Sie wurde von dem damals 44 jährigen Hamburger Journalisten Heinrich Braune gegründet und erschien zunächst in dem zur SPD gehörenden Verlag Auerdruck. Mit Braune, der als Chefredakteur tätig war, erreichte die Hamburger Morgenpost eine verkaufte Auflage von durchschnittlich bis zu 469.000 Exemplaren täglich. Auflagenrückgänge waren ab Juni 1952 zu verzeichnen, nachdem Axel Springer mit der Bild-Zeitung in den Markt eintrat.

Ab 1980 wechselte das Blatt mehrfach den Besitzer. Zunächst übernahm sie der Schweizer Geschäftsmann Eduard Greif. Dieser veräußerte die Zeitung 1986 an den Hamburger Medienkonzern Gruner + Jahr. Die Nachricht über diesen erneuten Eigentümerwechsel versah das Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ seinerzeit mit der Überschrift „Schicksal in Hamburg“.

Denn das Blatt soll damals mit 16 Millionen DM verschuldet gewesen sein. Zudem verfügte Gruner + Jahr, der Titel wie „Stern“, „Capital“, „Brigitte“ und „Geo“ herausgibt, über nur wenig Erfahrung im Tageszeitungsgeschäft. Und schließlich war da das Bestreben, das Blatt von „Schmuddel-Ecken“ zu befreien. Denn während vielfach Anzeigen großer Kunden fehlten, wurde jener Teil, in denen sogenannte Models ihre Dienste anboten, immer üppiger. Im Verlag der Hamburger Morgenpost soll hausintern dieser Anzeigenteil als „Nuttenkasse“ bezeichnet worden sein, so der Spiegel.

1999 ging die Zeitung dann in den Besitz von Frank Otto, Sohn des Otto-Versand-Gründers Werner Otto, und Hans Barlach, Galerist und Unternehmer, über. Heute ist die Hamburger Morgenpost im Besitz der Kölner Verlagsgruppe DuMont, in der auch die Zeitungen Berliner Kurier, Mitteldeutsche Zeitung, Kölner Stadt-Anzeiger, Express (Köln), Berliner Zeitung und Kölnische Rundschau erscheinen. DuMont hält zudem Anteile an Radio- und Fernsehsendern, so zum Beispiel am Berliner Rundfunk und an Radio Köln.

 


Tags: Anzeigenverkauf, Hamburger Morgenpost

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