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Facebook sperrt Seiten vom rechtspopulistischen Compact-Magazin

Social Media Facebook Twitter Pixabay Thomas UlrichFacebook und Instagram haben die Seiten der vor allem in der rechten Szene gelesenen Zeitschrift „Compact“ gesperrt. Man würde die Dienste nicht zur Verfügung stellen, wenn sich die veröffentlichten Inhalte systematisch gegen Menschen richten würden, erklärte eine Facebook-Sprecherin. Der Verlag bezeichnete die Begründungen des sozialen Netzwerks als „übliche Lügenphrasen“.

 

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Wie WDR und NDR berichten, wurden die Social-Media-Kanaäle der in Werder bei Potsdam (Brandenburg) monatlich erscheinenden Zeitschrift „Compact“ gesperrt. Der Verlag sieht einen Zusammenhang zu der am 29.08.2020 in Berlin stattfindenden Anti-Coronapolitik-Demo. Diese Demonstration wurde von der Berliner Versammlungsbehörde zunächst untersagt. Am Vorabend kippte das Berliner Verwaltungsgericht dieses Verbot. Hiergegen ging die Berliner Polizei vor dem Oberverwaltungsgericht vor, unterlag jedoch, die Demo in Berlin konnte stattfinden.

Auf Anfrage von WDR und NDR erklärte eine Facebooksprecherin: „Wir verbieten Organisationen und Personen unsere Dienste zu nutzen, wenn sie Menschen aufgrund von Merkmalen wie Herkunft, Geschlecht und Nationalität systematisch angreifen. Daher haben wir das Compact-Magazin von Facebook und Instagram entfernt.“

 

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Der Verlag selbst bezeichnete die Erklärung als „Lügenphrase“, denn man hätte „in der Vergangenheit zwar die Migrationspolitik der Regierung scharf attackiert, nicht aber Menschen anderer Herkunft oder Hautfarbe abgewertet.“ Das Vorgehen von Facebook wäre ein Skandal. Man sieht einen Zusammenhang zwischen dem Verbot der Berliner Versammlungsbehörde und der Sperrung, da diese fast zeitgleich erfolgten.

Die erste Ausgabe wurde im Dezember 2010 veröffentlicht. Das Magazin förderte immer wieder Verschwörungstheorien. So wäre Hollywood von Satanisten unterwandert, in Deutschland würde es einen von Invasoren angezettelten Bürgerkrieg geben. Im März 2020 stufte der Verfassungsschutz das Magazin als „Verdachtsfall“ ein, da es sich „revisionistischer, verschwörungstheoretischer und fremdenfeindlicher Motive“ zu Eigen machen würde.

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Das Magazin erscheint monatlich zum Verkaufspreis von 5,50 Euro. Der nächste belieferte Kiosk kann online über das Portal mykiosk abgefragt werden.

siehe auch: „National Zeitung“ wird im 56. Jahrgang eingestellt

(Bild von Thomas Ulrich auf Pixabay)

 


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Tags: Politik und Nachrichten (Objektgruppe), Facebook

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