Folge uns auf Facebook

Folge uns auf Twitter

Der Tagesspiegel Genuss Guide 2020 präsentiert die besten Restaurants, Bars und Cafés der Hauptstadt

Der Tagesspiegel GenussGuide CoverJahrzehntelang galt Berlin als gastronomische Wüste. Typisch für die Hauptstadt war die Eckkneipe, in der es neben Molle mit Korn eine Bulette und Kartoffelsalat gab. Hinzu kamen Imbissstände, an denen man „eine Curry pieken“ konnte. Doch seit der Wiedervereinigung hat sich das geändert. Dies zeigt sich eindrucksvoll an dem am Kiosk erhältlichen Tagesspiegel Genuss Guide 2020.

 

Es ist ja immer wieder von einer Printkrise die Rede. Die Gründe dafür mögen vielfältig sein. Zeitungsverlage sind in diesem Zusammenhang daher gut beraten, ihre bisherige Rolle zu hinterfragen. Die Welt verändert sich und somit natürlich auch der Anspruch des Lesers, den man als Redaktion niemals aus den Augen verlieren darf. Gut aufgestellt sind jene Verlagshäuser, die nicht mehr nur allein eine Nachricht transportieren, sondern sich auch als Dienstleister betrachten. Hierzu zählt die in Berlin erscheinende Tageszeitung „Der Tagesspiegel“

Anzeige

Denn regelmäßig ergänzt der Tagesspiegel sein Portfolio um zusätzliche Produkte in Form von aufwendig gestalteten Sonderheften. Mal als Ideengeber für Ausflüge in das Berliner Umfeld, dann auch als Gesundheitsratgeber mit Schwerpunktthemen wie jüngst zum Thema „Onkologie“. Nunmehr kam wieder der jährliche Genussguide in den Zeitschriftenhandel, der mit über „500 Empfehlungen für jede Gelegenheit“ aus Sicht der Redaktion die besten Restaurants, Bars und Cafés präsentiert. Doch dabei handelt es sich genau genommen sogar um eine Untertreibung.

Denn in einem auf Berlin zugeschnittenen Gastroführer darf auch eine Imbiss-Übersicht nicht fehlen. Und so stellt der Tagesspiegel natürlich sowohl die unter dem Magistratsschirm am U-Bahnhof Eberswalder Straße gelegene Kult-Wurtsbraterei „Konnopke’s“ als auch die am Kreuzberger Mehringdamm ansässige Imbissbude „Curry 36“ vor.


Zudem werden auch legendäre Biergärten porträtiert. So das „Café am Neuen See“ im Botschaftsviertel des Tiergartens, das unter Insidern abgekürzt auch einfach nur als „Cans“ bezeichnet wird. Außerdem der ebenfalls bekannte Schleusenkrug, der „jwd“ befindliche Traditionsbiergarten „Loretta am Wansee“ oder das idyllisch im Viktoriapark gelegene „Golgatha“.

Für Gourmets wird ebenso eine unverzichtbare Aufzählung von Feinkosttempeln der Hauptstadt angeboten, in der namhafte Bezugsquellen wie der sechste Stock des Kaufhauses KaDeWe, vom Berliner auch als „Fressetage“ bezeichnet, oder der Fisch- und Feinkostladen mit integriertem Stehimbiss „Rogacki“ aufgeführt werden. Dort werden seit über 90 Jahren Fischspezialitäten in eigenen Öfen geräuchert und Weißwürste, original aus München, präsentiert. Legendär: hier streiten die Experten seit Jahren nicht über das Angebot, sondern vielmehr über die richtige Aussprache (korrekt: „Rogatzki“) des Firmennamens.

Der Guide stellt ausführlich, zuweilen mit ganzseitigen Bildstrecken, Trends vor, die in „Die Zukunft der Gemüseküche“, „Tel Aviv in Berlin“, „Trinke lieber ungewöhnlich“ oder „Kuchen wie bei Muttern“ rubriziert wurden, vor. Auch Trends und Flops der Gastronomie werden benannt. Ebenso hebt die Redaktion hervor, dass es neben den bekannten Köchen wie Marco Müller, Tim Raue, Michael Kempf und Hendrik Otto auch andere gastronomische Künstler gibt.

Der Tagesspiegel bezeichnet sie, durchaus wohlwollend gemeint, als „Unikate“, da sie „teils in einer anderen Liga spielen und doch mit ihrer Einzigartigkeit für die Vielfalt Berlins stehen.“ Hierzu zählt man René Frank, der mit dem „Coda“ ein Restaurant führt, in dem lediglich Desserts angeboten werden. Ab 19 Uhr gibt es ausschließlich siebengängige Menüs zum Preis von 138 Euro. Oder aber Billy Wagner, der als Gastgeber im Michelin-Sternerestaurant „Nobelhart & Schmutzig“ alle Zutaten aus der Region bezieht.

Anzeige

Auf mehr als 50 Seiten werden schließlich „Gute Adressen“ aufgelistet, die in die Rubriken „Fine Dining“, „Italienisch“, „Französisch“, „Deutsch-Österreichisch“, „Asiatisch“, „International“, „Grillrestaurants“, „Imbisse“, „Cafés“, „Bars & Weinbars“, „Biergärten“ sowie Rundum-Versorger der Feinkost-Branche untereilt werden. Der Guide wird sodann mit einem Verzeichnis abgeschlossen. Dort werden die vorgestellten Adressen alphabetisch und auch nach Bezirken sortiert aufgelistet.

Und genau hier dürfte der Guide bei einigen Lesern Unverständnis hervorrufen. Denn von den zwölf Berliner Stadtbezirken blieben Marzahn-Hellersdorf und Spandau unberücksichtigt. Auf Nachfrage teilt der Tagesspiegel mit, dass man einerseits dort kein Restaurant gefunden hätte, welches den zugrunde gelegten Qualitätsansprüchen der Redaktion genügt hat. Zudem ließ die Benennung von Adressen aus allen Bezirken aufgrund des Umfangs des Guides eine flächendeckende Würdigung der ganzen Stadt leider nicht zu. Denn bei dem Sonderheft würde es sich um eine kuratierte und gewichtete Liste von Adressen handeln, die den Besuch auch wirklich lohnen würden.

Das wird man insbesondere in Spandau, wo die Spree in die Havel mündet, erwartungsgemäß anders sehen. Mit dem Brauhaus Spandau hat man beispielsweise eine Gaststätte, die im Portal „tripadvisor“ auf Platz 284 von 10.280 gastronomischen Anbietern in Berlin rangiert. Noch 2013 wies der Tagesspiegel unter der Überschrift „Träumen unter Bäumen“ neben zahlreichen Biergärten anderer Bezirke auch auf Spandauer Gaststätten hin, so auch auf jenes Brauhaus Spandau.

Dennoch: Der Tagesspiegel Genuss Guide 2020 erfüllt in der Gesamtheit nicht nur die Erwartungen des Lesers und weckt die Neugier auf bislang unbekannte gastronomische Einrichtungen. Er macht auch wieder Lust auf Restaurants, Bars und Cafés, die man früher regelmäßig besuchte, aber zwischenzeitlich aus den Augen verlor.

Mit einem Umfang von 160 Seiten ist der Tagesspiegel Genuss Guide 2020 zum Verkaufspreis von 9,80 Euro im Zeitschriftenhandel erhältlich. Die nächste belieferte Presseverkaufsstelle kann online über das Portal mykiosk.com abgefragt werden.

 

PNID Profillogo 3 jpg Nutzungsrechte


 

Tags: Der Tagesspiegel, Berlin, Essen und Trinken (Objektgruppe)

Neu im Handel

  • 1
  • 2

Top Artikel auf Pressenews in Deutschland

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21
  • 22
  • 23