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ADAC Motorwelt stellt Postversand ein und reduziert die Erscheinungsweise

ADAC MotorweltDie Zeitschriften mit den höchsten verkauften Auflagen Deutschlands sind weder die Landlust, noch die HörZu und auch nicht Spiegel oder Stern. Spitzenreiter ist stattdessen die ADAC Motorwelt. Indem die Mitglieder des Verkehrsclubs das Magazin über ihren Beitrag bezahlen, können 12,73 Millionen Leser pro Ausgabe verzeichnet werden. Das aber dürfte sich deutlich ändern. Zukünftig erfolgt keine Postzustellung mehr, die Clubmitglieder müssen sich ihr Exemplar bei EDEKA abholen.


 

Der Münchener Verkehrsclub kündigte an, die seit 1945 bestehende Zeitschrift ab 2020 nicht mehr in Eigenregie herstellen zu wollen. Vielmehr habe man sich entschlossen, die Burda-Tochter BCN sowohl mit Produktion, Herstellung und Druck als auch mit Redaktion, Vermarktung, Marketing und Distribution zu beauftragen. Der ADAC bleibe jedoch weiterhin Herausgeber, auch Chefredakteur Martin Kunz bleibt an Bord.

August Markl, ADAC-Präsident erklärte hierzu: „Mit Hubert Burda Media haben wir beste Voraussetzungen, dass die neu konzipierte ‚ADAC Motorwelt‘ eine Erfolgsgeschichte bei unseren Mitgliedern und den Werbekunden schreibt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit einem so renommierten und erfahrenen Medienhaus und sind überzeugt, dass dieser Schritt den Beginn einer guten, erfolgreichen Partnerschaft markiert.“

 


Der Sprecher der BCN-Geschäftsführung fügte hinzu: „Der ADAC gibt mit der ‚ADAC Motorwelt‘ die größte Zeitschrift Europas in unsere Hände, und für dieses Vertrauen bedanke ich mich im Namen des ganzen Hauses Burda herzlich. Das BCN hat mit seinem Konzept für die neue ‚ADAC Motorwelt‘ überzeugt, weil wir viele Kernkompetenzen Burdas und seine außerordentliche Nähe zum Konsumenten einbringen können.“

Dass es zu Veränderungen kommen werde, stand bereits seit Anfang 2019 im Raum. Einen entsprechenden Beschluss hatte das ADAC-Präsidium im Dezember 2018 gefasst. Zuvor hatte man versucht, mit der Deutschen Post Sonderkonditionen für den Versand an die Mitglieder auszuhandeln. Die Versandkosten sollen bei über 50 Millionen Euro pro Jahr für 10 Heftfolgen gelegen haben. Hinzu kämen 40 Millionen Euro Produktionskosten. Den Kosten standen hingegen lediglich 30 Millionen Euro Anzeigenerlöse gegenüber.

 


Die Umstellung im ersten Quartal 2020 geht auch einher mit einer verringerten Erscheinungshäufigkeit. Das Mitgliederheft werde fortan nur noch viermal jährlich erscheinen, dafür aber „deutlich hintergründiger, mit einem qualitativ höheren Leistungsversprechen, einer deutlich wertigeren Haptik und einer inhaltlich vielfältigeren Bandbreite“, so der Automobilclub in einer Erklärung.

Auch die Auflage werde auf sechs Millionen Exemplare reduziert. Diese werden auf bundesweit 178 ADAC-eigene Servicepunkte wie Geschäftsstellen und Reisebüros verteilt. Zudem könnten die ADAC-Mitglieder bei Vorlage ihres Mitgliedsausweises ein Exemplar in den Filialen von EDEKA und dem Netto Marken-Discount mitnehmen.

(Quelle: ADAC, Wirtschaftswoche)

 

Tags: Burda, ADAC Motorwelt, Zeitschriftenvertrieb, EDEKA

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