Zeitschriftenmonat April: Leseförderungsprojekt Zeitschriften in die Schulen im zehnten Jahr ungebrochen erfolgreich

Bernd Neumann (Foto: Steffen Kugler)

Nach Ostern kommen die Zeitschriften! Das Leseförderungsprojekt „Zeitschriften in die Schulen“ von Stiftung Lesen und Stiftung Presse-Grosso geht im April 2013 ins zehnte Jahr: Nach den Osterferien in den jeweiligen Bundesländern erhalten auch 2013 rund 17.000 Klassen an weiterführenden Schulen einen Monat lang ein kostenloses Zeitschriften-Paket mit 30 verschiedenen Titeln. Für die Einbindung der Zeitschriftenlektüre in den Unterricht stellt die Stiftung Lesen Materialien mit Hintergrundinformationen und methodisch-didaktischen Anregungen zur Verfügung.

{module Google Inhalt}

Seit Beginn des Projekts im Jahr 2003 haben inzwischen über 3,5 Millionen Schülerinnen und Schüler an Förderschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien und berufsbildenden Schulen an dem Projekt teilgenommen.

Die Initiatoren haben durch innovative Ansätze über Jahre das Medium „Zeitschrift“ als wichtiges und probates Mittel einer modernen und niedrigschwelligen Leseförderung etabliert. Sabine Uehlein, Geschäftsführerin Programme und Projekte der Stiftung Lesen, erklärt: „Zeitgemäße Leseförderung greift das immer engere Zusammenspiel verschiedener Mediengattungen aktiv auf und nutzt alle Formen von Printmedien – gerade auch Zeitschriften. Die kürzeren Textabschnitte in Zeitschriften sind auch für diejenigen, die sonst weniger gerne lesen, leichter zu bewältigen als ein klassisches Buch. Darüber hinaus üben Zeitschriften durch ihre bildorientierte Gestaltung und Themenvielfalt, die die Interessen der Jugendlichen widerspiegelt, eine besondere Faszination aus und animieren so zum Lesen.“

Jürgen Brabandt, Lehrer am Berufsschulzentrum Mittweida in Rochlitz, bestätigt aus eigener Erfahrung die Notwendigkeit des Projekts: „Leider müssen wir als Lehrer in der Berufsschule eine immer schlechtere Lesekompetenz feststellen. Lesen wird als zu anstrengend empfunden. Kaum ein Jugendlicher liest noch regelmäßig eine Tageszeitung bzw. eine Zeitschrift. Hier setzt die Aktion ,Zeitschriften an die Schule‘ an, indem sie die Schüler zum Lesen ,verführt‘. Eine sehr positive Aktion, denn es konnten ,Kaumleser‘ an die unterschiedlichsten Zeitschriften herangeführt werden.“

Klaus-Dieter Wülfrath, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Presse-Grosso, bestätigt: „Wir wissen aus wissenschaftlichen Studien, dass Zeitschriften positive Auswirkungen auf Leselust und Leseverhalten gerade von Kindern haben, die aus sozial benachteiligten Verhältnissen stammen oder in deren Elternhaus nicht (mehr) gelesen wird. Daher bietet uns das Projekt eine großartige Chance, einer ausgesprochen hohen Anzahl an Schülerinnen und Schülern zu zeigen, wie viel Spaß es macht, in Zeitschriften zu stöbern und sie nach Herzenslust zu nutzen.“

{module Google Inhalt}

Schirmherr von „Zeitschriften in die Schulen“ ist der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstaatsminister Bernd Neumann, unterstützt wird das Projekt vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, dem Bundesverband Presse-Grosso sowie den einzelnen beteiligten Zeitschriftenverlagen und Presse-Grossisten vor Ort. Medienpartner ist die Fachzeitschrift „der neue vertrieb“ (dnv).

Drucken E-Mail

Neu im Handel

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6

Top Artikel auf Pressenews in Deutschland

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4