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Ordnungsamt Leipzig schließt Bahnhofsbuchhandlung

Bahnhof Leipzig Copy Stadt LeipzigHauptbahnhof Leipzig (© Stadt Leipzig)Das Ordnungsamt der Stadt Leipzig hat heute in der Mittagszeit die Bahnhofsbuchhandlung Ludwig am Leipziger Hauptbahnhof geschlossen. Zwar wurde der Presseverkauf bereits in den vergangenen Tagen in einigen zum Bahnhofsbuchhandel zählenden Verkaufsstellen eingestellt, dies jedoch auf eigene Initiative der Betreiber und nicht von Amts wegen. Das Vorgehen der Stadt Leipzig dürfte im Widerspruch zu den zwischen Bund und Ländern vereinbarte Vorgehensweise stehen.

 

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Die Bahnhofsbuchhandlung Ludwig am Leipziger Hauptbahnhof wurde heute in der Mittagszeit vom Ordnungsamt des Stadt Leipzig geschlossen. Damit wurde erstmals in Deutschland der Abverkauf von Presseprodukten in einer eine große Verkaufsstelle von Amts wegen eingestellt. Die Einwohner der Messestadt wurden damit auch ihrer Möglichkeit beraubt, sich in internationalen Zeitungen und Zeitschriften zu informieren.

Die Leipziger Bahnhofsbuchhandlung Ludwig gehört zur Stuttgarter Unternehmensgruppe Dr. Eckert, die bundesweit rund 350 Verkaufsstellen betreibt, darunter mehr als 250 eigengeführte Geschäfte in den Bereichen Presse, Buch, Tabak und Convenience. Hierzu zählen Bahnhofsbuchhandlungen der Marke Ludwig, Pressefachgeschäfte der Marke Eckert, Tabakwarenfachgeschäfte der Marke Barbarino und T.H.Kleen sowie Convenience Stores unter den Labels Adam's und ServiceStore DB. Die meisten Geschäfte der Unternehmensgruppe Dr. Eckert befinden sich an Bahnhöfen.

 

Der Standort am Leipziger Hauptbahnhof hält mehr als 7.000 Präsenztiteln an nationalen und internationalen Zeitungen und Zeitschriften in einem großen Verkaufsbereich für ihre Kunden vor. Die Filialleiterin hatte dem Ordnungsamt angeboten, das Buchangebot für die Kundschaft zu sperren um auf diese Weise den Marktzugang für Presseprodukte aufrechterhalten zu können. Doch dieses Entgegenkommen konnte nach Angaben der Unternehmensgruppe die Angestellten des Ordnungsamtes nicht von ihrer Entscheidung zur Schließung des ganzen Geschäftes abbringen.

Die Herangehensweise des Ordnungsamtes dürfte dabei im Widerspruch zu der am 16. März 2020 zwischen der Bundesregierung und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Bundesländer vereinbarten „Leitlinie zum einheitlichen Vorgehen zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich angesichts der Corona-Epidemie in Deutschland“ stehen. Danach soll ausdrücklich der Einzelhandel nicht geschlossen werden in den Bereichen Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken, Sparkassen, Poststellen, Friseure, Reinigungen, Waschsalons, Bau- und Gartenbau, Tierbedarfsmärkte, Großhandel und Zeitungsverkauf.

 

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Der 1915 eröffnete Leipziger Hauptbahnhof zählt neben 20 weiteren deutschen Bahnhöfen zu der Bahnhofskategorie 1. Mit täglich rund 120.000 Reisenden rangiert der zentrale Personenbahnhof in Leipzig auf Platz 13 der meistfrequentierten Fernbahnhöfe der Deutschen Bahn. Mit 23 Bahnsteiggleisen und einer überdachten Grundfläche von 83.640 Quadratmetern ist er der flächenmäßig größte Kopfbahnhof Europas.

Update vom 24.03.2020: Leipzig: Bahnhofsbuchhandlung Dr. Eckert darf wieder öffnen

siehe auch: Themenbereich Corona-/COVID-19-Pandemie

 

 


 

Tags: Bahnhofsbuchhandel, Pressefreiheit, Unternehmensgruppe Dr. Eckert, Sachsen, Corona-/COVID-19-Pandemie

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